Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundestagswahl im September 2017 brachte der Union insgesamt und mir im Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II nach einem herausforderndem Wahlkampf und einer Legislatur mit großen Herausforderungen und guter Bilanz einen Sieg. Mit 35,1 Prozent Erststimmen darf ich unsere Heimat weiterhin direkt im Deutschen Bundestag vertreten. Ich will dies wie bisher mit Kraft und Leidenschaft tun und dabei stets offene Ohren und Augen haben.

Unser Sachsen ist bei allen „Baustellen“ eine große Erfolgsgeschichte. Fast drei Jahrzehnte haben wir diese inzwischen mit den Menschen gut geschrieben. Mit Michael Kretschmer an der Spitze wollen wir unsere Heimat auch weiterhin miteinander zukunftsorientiert gestalten. Dafür ist es eines Aufbruchs nötig, der derzeit in der CDU Sachsen stattfindet.

Ich danke allen, die mich im Wahlkampf unterstützt haben, von Herzen. Ein Wahlsieg ist immer ein Marathon und immer eine Teamleistung. Wir hatten viele gute Gespräche und haben dem schmutzigen Wahlkampf getrotzt.

Besonders freue ich mich auch, dass das Ergebnis in der Fläche im Wahlkreis trägt: In 36 der 38 Städte und Gemeinden konnte ich als Erster durchs Ziel gehen. Ebenso liegt die CDU im Wahlkreis auch in der Zweitstimme klar vorn.

Unser Land braucht weiterhin eine stabile Regierung. Der ländliche Raum und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse müssen dabei ebenso im Mittelpunkt stehen, wie Weichenstellungen für die weitere Zukunftsfähigkeit unseres Landes. In einem Bundestag mit erstmals sieben Parteien ist das alles andere als einfach. CDU und CSU werden der Verantwortung gerecht.

Dass die SPD sich noch am Wahlabend zunächst Gesprächen zu einer möglichen Regierungsbildung verweigert hat, zeigte leider wieder einmal, dass dort im Zweifel „gern einmal“ erst die Partei und dann das Land kommt. Dass die AfD-Fraktion andererseits bereits am Tag nach der Wahl zerbrach, wie es in jedem einzelnen Landtag in dem sie sitzt gleichfalls im Laufe der Zeit stets der Fall war, dass von dieser Chaostruppe keine konstruktiven Beiträge zu erwarten sind. Die Radikalisierung schreitet dort Tag für Tag weiter voran.

Was mich ein wenig ratlos gemacht hat, ist, wie die FDP nach Wochen der zielführenden Sondierungen dann den „Jamaika“-Verhandlungstisch brüsk verlassen hat. Show und Selbstdarstellung statt Kompromiss zum Wohle des Landes. Eine fatale Entscheidung. Unser Land kann sich als größtes Land Europas derartige Hängepartien über Monate einfach nicht leisten. Gut, dass die SPD, nachdem Bundespräsident Steinmeier ihr eindringlich ins Gewissen geredet hat, noch einmal in sich gegangen ist. Inzwischen haben wir miteinander einen guten Koalitionsvertrag verhandelt und sind nun auf der Zielgerade der Regierungsbildung.

Mit freundlichen Grüßen und einem herzlichen Glück auf!
Ihr Marco Wanderwitz