Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundestagswahl am 24. September brachte der Union insgesamt und mir im Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II nach einem herausforderndem Wahlkampf und einer Legislatur mit guter Bilanz einen Sieg.

Mit 35,1 Prozent der Direktstimmen darf ich unsere Heimat weiterhin im Deutschen Bundestag vertreten. Ich will dies wie bisher mit Kraft und Leidenschaft tun und dabei vor Ort stets offene Ohren und Augen haben. Die vielen Wählerinnen und Wähler, die dieses Mal in Sachsen der AfD ihre Stimme gegeben haben, sind mir Ansporn. Ich möchte dazu beitragen, dass bereits 2019 (dann stehen Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen an) viele von ihnen wieder Vertrauen in die CDU haben. Wir lösen Probleme, statt sie zu beschreiben. Sachsen ist bei allen „Baustellen“ eine große Erfolgsgeschichte. Über 27 Jahre haben wir diese mit den Menschen gut geschrieben. In der CDU Sachsen findet in diesen Tagen ein Aufbruch statt. Mit Michael Kretschmer an der Spitze wollen wir unsere Heimat weiterhin miteinander zukunftsorientiert gestalten.

Ich danke allen, die mich im Wahlkampf unterstützt haben, von Herzen. Ein Wahlsieg ist immer ein Marathon und immer eine Teamleistung. Wir haben allein an über 4.000 Haustüren geklingelt in den letzten Wochen vor der Wahl. Wir hatten viele gute Gespräche und haben dem schmutzigen Wahlkampf getrotzt; nie zuvor gab es so viele zerstörte Plakate und üble Nachreden. Das darf so nicht weitergehen!

Besonders freue ich mich auch, dass das Ergebnis in der Fläche im Wahlkreis, der sich ja über Teile von drei Landkreisen erstreckt, trägt: Auch in 36 der 38 Städte und Gemeinden konnte ich als Erster durchs Ziel gehen. Ebenso liegt die CDU im Wahlkreis auch in der Zweitstimme klar vorn.

Unser Land braucht nun weiterhin eine stabile Regierung. Der ländliche Raum und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse müssen dabei ebenso im Mittelpunkt stehen, wie Weichenstellungen für die weitere Zukunftsfähigkeit unseres Landes. In einem Bundestag mit erstmals sieben Parteien wird das alles andere als einfach werden. CDU und CSU werden der Verantwortung gerecht werden.

Dass die SPD sich noch am Wahlabend Gesprächen zu einer möglichen Regierungsbildung verweigert hat, zeigt leider wieder einmal, dass dort erst die Partei und dann das Land kommt. Dass die AfD-Fraktion andererseits bereits am Tag nach der Wahl zerbrach, wie es in jedem einzelnen Landtag in dem sie sitzt gleichfalls im Laufe der Zeit stets der Fall war, dass von dieser Chaostruppe keine konstruktiven Beiträge zu erwarten sind. Was mich geradezu schockiert hat, ist, wie die FDP nach Wochen der zielführenden Sondierungen am 19. November den „Jamaika“-Verhandlungstisch brüsk verlassen hat. Show und Selbstdarstellung statt Kompromiss zum Wohle des Landes. Eine fatale Entscheidung. Unser Land als größtes Land Europas, Europa, kann sich derartige Hängepartien einfach nicht leisten.
 
Mit freundlichen Grüßen und einem herzlichen Glück auf!

Ihr Marco Wanderwitz