Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2002 darf ich unsere Heimat stets direkt gewählt im Deutschen Bundestag vertreten, fünf Mal haben Sie mir Ihr Vertrauen gegeben. Ich tue dies mit viel Leidenschaft und offenen Augen und Ohren. Sie kennen mich: Einsatz und klarer Kurs.

Im Ergebnis der letzten Bundestagswahl 2017 bin ich der Sachse in der Bundesregierung. Zunächst hatte ich als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern die Verantwortung für Bau und Heimat, nun diene ich seit Anfang 2020 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (dort trage ich die Verantwortung für die Außenwirtschafts- und Europapolitik) und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland, insbesondere zwischen Großstädten und ländlichen Räumen, ist mir ein wichtiges Thema und eines der großen Zukunftsthemen unseres Landes. Wir treten an, die diversen Strukturwandel, von Mobilität über Digitalisierung bis Energie, aktiv zu gestalten. Der weitere Aufholprozess der garnicht mehr so neuen Länder nimmt im 30. Jahr der Wiedervereinigung unseres Vaterlands in Frieden und Freiheit im Herzen eines geeinten Europa noch einmal neuen Schwung. Wir haben viel erreicht in diesen drei Jahrzehnten – aber es gibt noch gut zu tun, die innere Einheit zu vollenden. Die Regierungskommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, die ich gemeinsam mit dem brandenburgischen Altministerpräsidenten Matthias Platzeck leiten durfte, hat dazu neue Impulse erarbeitet: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/abschlussbericht-kommission-30-jahre.html

Die CDU als einzige verbliebene Volkspartei der Mitte, neben der CSU natürlich, steht in den politischen Stürmen unserer Zeit. Für die CDU Sachsen bin ich gewähltes Mitglied im CDU-Bundesvorstand. Wir diskutieren derzeit intensiv programmatisch Kurs gute Zukunft Deutschland.

Sachsen ist bei allen vorhandenen „Baustellen“ eine große Erfolgsgeschichte. Drei Jahrzehnte haben wir diese inzwischen miteinander gut geschrieben. Mit Ministerpräsident Michael Kretschmer an der Spitze wollen wir unseren Freistaat auch weiterhin gemeinsam zukunftsorientiert gestalten. Als Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Sachsen im Bundestag leiste ich meinen parlamentarischen Beitrag im politischen Berlin dafür. Ich bin sehr dankbar, dass die Landtagswahl 2019 anders als im benachbarten Thüringen die Möglichkeit stabiler politischer Verhältnisse unter unserer Führung auch für die nächsten fünf Jahre erbracht hat. Politischen Extremisten von rechts wie links haben wir eine klare Absage erteilt. Gut, dass es gelungen ist, eine neue demokratische Koalition mit einem gemeinsamen Geist und vielen guten Zukunftsprojekten zu schmieden.

Die Corona-Pandemie stellt Deutschland wie alle Länder weltweit seit Frühjahr 2020 und noch eine Weile anhaltend vor riesige Herausforderungen. Bund und Länder sind fest entschlossen, das gefährliche Virus im Griff zu halten. Bisher sind wir im internationalen und europäischen Vergleich vergleichsweise gut durch diese gewaltige Krise gekommen. Insbesondere konnten wir weitgehend eine Überlastung des Gesundheitswesens wie bspw. in Italien, Spanien, Frankreich und den USA, bisher verhindern. Derzeit ist der Blick über den Erzgebirgskamm besonders eindrücklich und bedrückend. Die Pandemie und die zu ihrer Begrenzung ergriffenen Maßnahmen hatten und haben breite Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Auch die Wirtschaft leidet unter den Folgen der Pandemie. Das ist uns politisch Verantwortlichen sehr bewußt. Ich bin als Staatssekretär dabei ebenso in die entsprechenden Stäbe eingebunden, wie als Bundestagsabgeordneter in die Gesetzgebung involviert und steter Mittelsmann zwischen Wahlkreis und politischem Berlin.

Die Menschen in Deutschland zeigen weit mehrheitlich großes Verantwortungsbewusstsein und beeindruckende Solidarität. Durch die weitgehende Einhaltung der Maßnahmen zu Kontaktbeschränkungen wurde die Eindämmung des Virus im Frühjahr 2020 ermöglicht. Jetzt wo die Zahlen leider wieder viel zu hoch sind, gerade auch in Sachsen, müssen wir noch einmal solidarisch füreinander zusammenstehen. Unser Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger in dieser Krisensituation weiterhin bestmöglich zu schützen und zu unterstützen. Daher werden wir die Maßnahmen stetig mit Augenmaß den sich verändernden Bedingungen anpassen. Auch die Hilfsmaßnahmen insbesondere für Unternehmen werden wir weiter fortlaufend nachjustieren. Unser breites solidarisches Hilfennetz ist aufgespannt und arbeiten inzwischen rund. Mit dem Kraftpaket für Deutschland haben wir im Sommer 2020 ein umfassendes Konjunkturpaket aufgestellt.

Bitte bleiben Sie aufmerksam, wachsam und solidarisch. Bitte bleiben Sie besonnen und rational – leider versuchen auch hier wieder Radikale Sorgen schäbig zu instrumentalisieren. Noch ist es ein Stück Weg. Es geht dabei um Menschenleben. Jedes einzelne ist wertvoll. Gerade jetzt, wo wir in der letzten Phase der Pandemie sind, wir uns in Wochen freitesten und wenigen Monaten herausimpfen können, sollten Vorsicht als Mutter der Porzellankiste und Vernunft die Oberhand behalten.

Die CDU-Mitglieder vor Ort haben mich für die Bundestagswahl am 26. September erneut als Direktkandidat nominiert. Ich freue mich über das große Vertrauen und die Unterstützung. Vor dem Wahlkampf geht es aber vor allem darum weiter gut zu regieren. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 war dabei eine für Europa und Deutschland entscheidende Zeit. In der Trio-Präsidentschaft nun mit Portugal und in der zweiten Jahreshälfte mit Slowenien geht es weiter.

Mit freundlichen Grüßen und einem herzlichen Glück auf!

Ihr Marco Wanderwitz