Infrastruktur

Die Region zwischen und um Chemnitz und Zwickau ist eine der am dichtesten besiedelten sächsischen Regionen. Wie Lebensadern ziehen sich die Bundesautobahnen 4 und 72 mit ihren erschließenden Bundes-, Staats- und Kreisstraßen durch den Wahlkreis. Die Sachsen-Franken-Magistrale, die Mitte-Deutschland-Verbindung und die Strecke Chemnitz-Leipzig sorgen für die überregionale Bahnanbindung. Diese erlebte leider schon erheblich bessere Zeiten. Die Deutsche Bahn hat hier große Hausaufgaben zu machen! Vor Ort fallen die Regionalzüge der CityBahn Chemnitz und der Erzgebirgsbahn ins Auge.

Rochlitzer Pflege

Ein wenig abseits der großen Flughäfen bieten der Verkehrslandeplatz Jahnsdorf und im benachbarten Thüringischen der Flugplatz Altenburg Anschluss. Dicht an dicht liegen kleine und mittlere Städte, langsam gewachsen mit langer Tradition oder aus dem Boden geschossen im Zuge der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts. In den über 1.000 Meter tiefen Schächten holten die Kumpel das unter den mächtigen Deckschichten des Rotliegenden verborgene schwarze Gold, die Steinkohle, seit 1831 ans Tageslicht. Bis in die 1970er Jahre hinein wurde abgebaut. Der Silberreichtum des Erzgebirges und seines Vorlandes bereits im späten Mittelalter ist legendär. Auch viele andere Erze und Arsenkies etwa wurden abgebaut. Nicht zuletzt der Uranabbau der „Wismut“ im vergangenen Jahrhundert prägte die Region. Allenthalben kann man noch heute in der Region den alten Bergmannsgruß „Glück auf!“ hören, stolz werden die Traditionen der Bergstädte gepflegt, etwa bei den Bergparaden im Advent. Das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzg. ist jederzeit eine Reise wert. Trotz der dichten Industrialisierung haben sich dörfliches Leben, Land- und Forstwirtschaft „dazwischen“ ebenso erhalten, wie ausnehmend ländlich agrarisch geprägte Regionen an den Rändern, höher hinauf ins Gebirge etwa oder die Rochlitzer Pflege.