die Region

Die Region Südwestsachsen ist trotz der intensiven Besiedlung eine von der Natur geprägte Landschaft. Nur 11 Prozent des Territoriums werden als Siedlungs- und Verkehrsfläche genutzt. Wälder und Felder bedecken 85 Prozent der Region, 68 Prozent der Fläche sind gebirgig. Südwestsachsen umfasst den größten Teil des Erzgebirges mit dem Fichtelberg, dem höchsten Berg Sachsens (1.214 m). Das Erzgebirgsvorland mit den von Freiberger und Zwickauer Mulde, Flöha, Zschopau und vielen kleineren im Gebirge entspringenden Flüssen und Bächen, so etwa in meinem Wahlkreis die Zwönitz und die Würschnitz, gekerbten Tälern fällt im Norden in die lößbedeckte fruchtbare Ebene des sächsischen Tieflandes ab. Südwestlich geht das Erzgebirge fast unmerklich in das Vogtländische Schiefergebirge über. Mit einer 248 km langen Staatsgrenze grenzt Südwestsachsen an die Tschechische Republik. Die Freistaaten Bayern und Thüringen vollenden als benachbarte Bundesländer das „Vierländereck“.

Die Stadt Penig an der Zwickauer Mulde

Angler und Jäger finden in diesem schönen Flecken Erde gute Bedingungen vor, dementsprechend gehen Viele diesen naturverbundenen Freizeitbeschäftigungen nach. Kleingärtner und Pilzgänger finden ebenso in unmittelbarer Nähe der Großstädte Chemnitz und Zwickau ihr Refugium.

Mein Wahlkreis liegt im wirtschaftlichen Schwerpunkt Südwestsachsens, der Region Chemnitz/Zwickau, die einen Eckpunkt der Metropolregion Sachsendreieck (die anderen beiden sind Dresden und Leipzig) bildet. In den Wappen vieler Städte und Gemeinden finden sich die rot-weißen Farben der Schönburger. Das alte Adelsgeschlecht prägte weite Teile der Region seit dem 12. Jahrhundert. In dieser Zeit fand die eigentliche Besiedlung der tiefen Urwälder des „Miriquidi“ statt. Und so war und ist in der Region Manches ein bisschen weniger wettinisch. Die Schönburgischen Lande waren lange „reichsunmittelbar“. Alte herrschaftliche Gemäuer prägen in vielen Kommunen des Wahlkreises das Bild und sind allein schon eine Reise wert. Die schönburgischen Schlösser Lichtenstein und Rochsburg (zu Lunzenau gehörig) sind über 800 Jahre alt. Nicht schönburgischen Ursprungs bzw. Prägung sind die Burgen Hoheneck (Stollberg) und Wolkenburg sowie Schloss Rochlitz, eine Reichsburg, die erstmals im Jahre 955 erwähnt wurde. Bemerkenswert auch die Rittergüter in Kaufungen (zu Limbach-Oberfrohna gehörig, bekannt durch den „sächsischen Prinzenraub“ des Kunz von Kaufungen, der im Jahr 1455 die wettinischen Prinzen entführte und dafür mit seinem Leben bezahlte) Limbach (Sitz der Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna) und Niederfrohna.

Die Basilika in Wechselburg

Ein wahres Schmuckstück ist die romanische Basilika Wechselburg aus dem 12. Jahrhundert; das angrenzende recht junge schönburgische Schloss Wechselburg wird hoffentlich bald wieder ein solches. Im Kloster, ursprünglich der Augustinerchorherren, gestiftet von Dedo von Groitzsch, einem Wettiner, später des Deutschen Ritterordens, ist mit der Wiedergewinnung der deutschen Einheit nach Jahrhunderten wieder klösterliches Leben, Benediktinermönche der Abtei Ettal in Bayern, eingezogen.